Mashenka
Aktives Mitglied
Hm, ich bin in der maritimen Kriegsführung der Antike wenig bewandert. Aber, was mir die von El Quijote eingestellten Münzenbilder sagen, dass die Rekonstruktionen des corvus ganz schön danebenliegen.
Hier eine Skizze der herkömmlichen Interpretation. Die Münze ist nach Gusto sorgfältig ausgesucht, damit sie mehr oder weniger zur Zeichnung passt. Die meisten Münzen in EQs Beitrag zeigen aber gänzlich andere corvi:
• Erstens fällt auf, dass jene ›fighting platforms‹ auf vielen der Darstellungen keineswegs waagrecht sind; d.h. keine Platformen sind.
• Eine andere Augenfälligkeit ist ein durchwegs kurvig verlaufende, weite Vorkragung jenes unteren Teils, die nach hinten schaut (evtl. nur in Ruhestellung).
• Eine weitere Gemeinsamkeit sind die aufgereihten ›Ballen‹ am rechten, nach unten geneigten Teil. Diese scheinen, ein wichtiger und auffälliger Bestandteil des unteren Teils gewesen zu sein. Ich vermute dahinter verschiebbare Gewichte.
• Zuoberst ist immer eine Linie mit einem Block dran, der mal eher rechts, mal eher links gezeigt wird. Hierbei könnte es sich ebenfalls um ein Gewicht handeln, der auf einer Schiene hin- und herbewegt werden kann, wie bei einer Waage.
• Mehr gibt's da eigentlich nicht zu entdecken; kein Geländer und kein Mast, sondern ein schräg sitzendes Ding, wie ein nach hinten schauender Rabe.
Mein Vorschlag wäre, die Rekonstruktion nochmals gründlich zu überdenken. Denn auch wenn Galeottos Zeichnungen geschickt und seine Modelle noch so aufwendig sind, haben sie mit den Darstellungen auf den Münzen wenig, bis gar nichts zu tun. (auch wenn ich dies, ganz ehrlich, sehr ungern schreibe) :abtauch:
Hier eine Skizze der herkömmlichen Interpretation. Die Münze ist nach Gusto sorgfältig ausgesucht, damit sie mehr oder weniger zur Zeichnung passt. Die meisten Münzen in EQs Beitrag zeigen aber gänzlich andere corvi:
• Erstens fällt auf, dass jene ›fighting platforms‹ auf vielen der Darstellungen keineswegs waagrecht sind; d.h. keine Platformen sind.
• Eine andere Augenfälligkeit ist ein durchwegs kurvig verlaufende, weite Vorkragung jenes unteren Teils, die nach hinten schaut (evtl. nur in Ruhestellung).
• Eine weitere Gemeinsamkeit sind die aufgereihten ›Ballen‹ am rechten, nach unten geneigten Teil. Diese scheinen, ein wichtiger und auffälliger Bestandteil des unteren Teils gewesen zu sein. Ich vermute dahinter verschiebbare Gewichte.
• Zuoberst ist immer eine Linie mit einem Block dran, der mal eher rechts, mal eher links gezeigt wird. Hierbei könnte es sich ebenfalls um ein Gewicht handeln, der auf einer Schiene hin- und herbewegt werden kann, wie bei einer Waage.
• Mehr gibt's da eigentlich nicht zu entdecken; kein Geländer und kein Mast, sondern ein schräg sitzendes Ding, wie ein nach hinten schauender Rabe.
Mein Vorschlag wäre, die Rekonstruktion nochmals gründlich zu überdenken. Denn auch wenn Galeottos Zeichnungen geschickt und seine Modelle noch so aufwendig sind, haben sie mit den Darstellungen auf den Münzen wenig, bis gar nichts zu tun. (auch wenn ich dies, ganz ehrlich, sehr ungern schreibe) :abtauch: