EscorialenseDanke, Codex...? Wie gesagt, ist das IA in mehreren Codices überliefert. Damit ließen sich eventuelle Auslassungen gut ergänzen. Dies ist bei nur einer TP-Abschrift leider nicht möglich.
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EscorialenseDanke, Codex...? Wie gesagt, ist das IA in mehreren Codices überliefert. Damit ließen sich eventuelle Auslassungen gut ergänzen. Dies ist bei nur einer TP-Abschrift leider nicht möglich.
In diesem Kontext ist nun mal leider nicht alles "faktisch". Wenn Geschichte und Geschichtsforschung nur faktisch funktionieren würde und jegliche Kreativität ausschließen würde, scheitert sie wenns komplex wird.
Soweit ich sehe, weiß kein Mensch, wo die Schlacht wirklich stattgefunden hat. Mir ist auch nicht bekannt, wann und von wem die Lokalisierung der "Schlacht von Epfach" ersonnen wurde, ich weiß nur, dass es keinen Sinn macht, Hypothesen auf bloße Vermutungen statt auf Fakten zu stützen. Dazu benötige ich keine "Nachhilfebeispiele".Dazu noch ein historisches Nachhilfebeispiel:
1. Die Schlacht bei "Epfach" (um 743) kann auch wo anders z. B. in Augsburg stattgefunden haben. Der Schlachtort ist nicht wirklich gesichert und "Epfach" diente hier wohl auch nur als eine Art "Platzhalter".
Das ist ein neuzeitlicher Ausdruck für die Strecke über den Brenner-Scharnitz etc. nach Augsburg.
Du brauchst hier keinen Lech, wenn dir der Streckenplan bessere/genauere Streckenparameter zur Verfügung stellt. Ich brauch auch keine Etsch, die eingezeichnet ist, wenn mir der Streckenplan bessere/genauere Streckenparameter zur Verfügung stellt. Wie schon erwähnt, ist die TP genau genommen keine Karto- oder Geographie im heutigen Sinne, sondern ein Streckenplan.
Rein geographisch betrachtet ist sie ungenauer als die Ptol. Geogr.
Die dazu verlässlichsten Messpunkte sind Vetonina/Veldidena/Wilten-Innsbruck (VR), Coveliacas/Moosberg-Murnau (VR) und Isunisca/Groß-Helfendorf (VJ).
Aber die meisten scheinen einen germanistischen Hintergrund zu haben (Lehrer…. ?).
Bei Fredegar steht auch nur, dass sie super fluuium qui dicitur Lech stattfand. Das ist etwas anderes, als eine ausdrückliche Nennung des Ortsnamens im IA und in der TP und die saubere Herleitung davon.1. Die Schlacht bei "Epfach" (um 743) kann auch wo anders z. B. in Augsburg stattgefunden haben. Der Schlachtort ist nicht wirklich gesichert und "Epfach" diente hier wohl auch nur als eine Art "Platzhalter".
Ich hatte bereits darauf hingewiesen, dass die Meilenangaben in der TP oft sehr ungenau sind, dass die TP voller Anachronismen ist. Es gibt in der TP Orte die bereits im Vierkaiserjahr oder beim Vesuvausbruch untergegangen sind neben Orten, die erst in der hadrianischen Zeit gegründet oder wie in der TP benannt wurden.Wie schon erwähnt, ist die TP genau genommen keine Karto- oder Geographie im heutigen Sinne, sondern ein Streckenplan. Rein geographisch betrachtet ist sie ungenauer als die Ptol. Geogr. Daher zu den Strecken und Stationen: Die Station Avodiaco/Abuzaco der "Via Raetia" (Brennerroute) kreuzt sich de facto mit der Station Abodiaco der darüber eingezeichneten Strecke der TP. Nimmt man hierzu die Meilenparameter, liegt diese Kreuzung topographisch eindeutig östlich des Lechs.
Von diesen Orten ist doch allenfalls Innsbruck-Wilten gesichert. Die anderen sind auch nur Zuordnungen.Die dazu verlässlichsten Messpunkte sind Vetonina/Veldidena/Wilten-Innsbruck (VR), Coveliacas/Moosberg-Murnau (VR) und Isunisca/Groß-Helfendorf (VJ).
Landwehren waren sogar noch bis ins 16. Jhdt. üblich.Da fragst du lieber Keltologen, ob die Kelten derartige Stachelhecken mitunter auch um ihre Siedlungen setzten. Jedenfalls waren sie noch im Früh-Hochmittelalter bekannt und gebräuchlich.
Biturigos ging es nicht darum, dass die Pflanzen bekannt waren, sondern darum, ob bekannt war, dass sie einer gemeinsamen botanischen Familie angehören.Oje, bist du aber... Bereits um 1200 waren Gartenrosen bekannt (es gibt sogar einen bekannten französischen Rosenroman aus dieser Zeit...), allerdings konnten sich diese nur Klöster und der Adel in ihren Burgen und Schlössern leisten. Heckenrosen (Hagebutte) waren auch schon bekannt. Und die kleinsten "Heckenröschen" sind die Brombeeren, erkennst du an den kleineren Röschen, ähnlich der Heckenrosen nur viel kleiner… Alles gleichzeitig auch Früchte und Heilkräuter, und gesünder als ihre größer gezüchteten Verwandten. Man erkannte also schon damals gewisse Zusammenhänge, ohne es dafür gleich "wissenschaftlich" betreiben zu müssen.
Ach. Immer noch nicht die Frage nach der Textstelle bei Cäsar beantwortet. Warum weichst du aus? Hast du keine Antwort?Wenigstens bist du auf der richtigen "Spur"
sar immer alles erklärt. Da fragst du lieber Keltologen, ob die Kelten derartige Stachelhecken mitunter auch um ihre Siedlungen setzten. Jedenfalls waren sie noch im Früh-Hochmittelalter bekannt und gebräuchlich. Evtl. hilft dazu ein kurzer Textvergleich weiter:
Brombeeren lateinisch rubus, Rosen sind den Römern bekannt, und tragen den Namen Rosa. Brombeeren gehören zur Familie Rubus, Rosen zu den der echten Rosen. Brombeeren tragen wechselständig angeordnete Blätter, Rosen sind meist fiederständig. Brombeeren sind Sammelsteinfrüchte, Hagebutten sind Sammelnussfrüchte. Das althochdeutsche Wort für Brombeere brāmberi hat sich aus dem Wort für Dornbuschbeere entwickelt, der Name Rose aus dem Latein. Die Rose der Rosengärten war eine Importpflanze aus dem Orient, die in Gärten gepflanzt wurden. Brombeeren wachsen auf jeder Lichtung, Offenland, Ackerrand und in jeder Hecke. Die Allerweltspflanze steht der mythologisch Göttinnen gewidmeten Blume der Liebe gegenüber. Der Duft von Rosen, ihr wertvolles Rosenöl, macht sie schon in der Antike zum wertvollen Statussymbol und Handelsprodukt.Oje, bist du aber... Bereits um 1200 waren Gartenrosen bekannt (es gibt sogar einen bekannten französischen Rosenroman aus dieser Zeit...), allerdings konnten sich diese nur Klöster und der Adel in ihren Burgen und Schlössern leisten. Heckenrosen (Hagebutte) waren auch schon bekannt. Und die kleinsten "Heckenröschen" sind die Brombeeren, erkennst du an den kleineren Röschen, ähnlich der Heckenrosen nur viel kleiner… Alles gleichzeitig auch Früchte und Heilkräuter, und gesünder als ihre größer gezüchteten Verwandten. Man erkannte also schon damals gewisse Zusammenhänge, ohne es dafür gleich "wissenschaftlich" betreiben zu müssen.
Danke, wie gesagt hier nur einige Auslassungen, die längst ergänzt werden konnten, aber kein einziges verdorbenes Zeichen, wie in den Raum gestellt.Escorialense
Na also, "Epfach" ein seltsamer "Platzhalter" für eine Schlacht, die im Wesentlichen wo anders stattgefunden hat.Soweit ich sehe, weiß kein Mensch, wo die Schlacht wirklich stattgefunden hat. Mir ist auch nicht bekannt, wann und von wem die Lokalisierung der "Schlacht von Epfach" ersonnen wurde, ich weiß nur, dass es keinen Sinn macht, Hypothesen auf bloße Vermutungen statt auf Fakten zu stützen. Dazu benötige ich keine "Nachhilfebeispiele".
Weder die Methode, noch die Ergebnisse zu kennen, interpretierst Du etwas hinein… ist Haarspalterei.Neuzeitliche Ausdrücke sind kein Argument. Anstatt vom Text der Primärquelle auszugehen, versuchst Du, heutige (oder Deine eigenen) Konzepte in die Quelle hineinzutragen.
Schon die Einteilung in Haupt- und Nebenstrecken ist nicht in der Quelle zu finden, sondern basiert auf einer durchaus hinterfragbaren modernen Interpretation.
Ausreichend zuverlässige Bezugspunkte und Streckenparameter aus den PQ auf die Topographie projiziert, kommst Du auf ein Ergebnis östlich des Lechs. Ich könnte anstelle "Lech" auch Längenkoordinaten heranziehen, wenn Dir das Wort "Lech" in diesem Kontext nicht gefällt.Mit der Behauptung "Das IA und die TP siedeln Abodiacum ebenfalls östlich des Lechs" tust Du aber so, als ob das IA und die TP irgendwelche Informationen über den Lech enthalten würden. Das tun sie nicht, es sind Deine (für niemand außer Dir bislang nachvollziehbaren) Konzepte bzw. Spekulationen, die Du den Quellen aufbürdest.
Schrieb ich doch (s.o.): "Ich brauch auch keine Etsch, die eingezeichnet ist, wenn mir der Streckenplan bessere/genauere Streckenparameter zur Verfügung stellt."Die Etsch ist übrigens eingezeichnet, sie wird von der Straße, die von Augsburg über Seebruck (Bedaio) nach Salzburg (Ivavo) führt, überquert, und mündet bei Verona in den Po:
Die Römer verwendeten eigene Hodometer und ihre Messungen waren relativ systematisch. Nur weil vereinzelt Auslassungen vorkommen, die großteils ergänzt werden konnten, muss man nicht alles gleich verwerfen und disqualifizieren. Für den Untersuchungsbereich sind die Daten anwendbar.Zum einen basiert keine der Quellen auf einer systematischen und einheitlichen Aufnahme, sondern es wurden disparate Informationen (sicherlich unterschiedlicher Zeitstellung und Qualität) zusammengetragen und verarbeitet.
Zum anderen haben wir die Ergebnisse jahrhundertelanger Kopiervorgänge vor uns, und das bei Texten, die per se extrem kopierfehleranfällig sind, da sie vor allem aus Zahlen und Namen bestehen - darunter Namen fremdsprachiger Herkunft, die einem latein- oder griechischaprachigen Kopisten gar nicht geläufig waren.
Oje, da sieht man, dass Du von Datenanalytik wenig Ahnung hast. Denn Bauer liegt komplett daneben. Damit Du das auch einigermaßen verstehst, kopiere ich vereinfachend aus meinem Papier den ganzen Absatz dazu herein:Bauer lokalisiert Coveliacas beim Ammerübergang zwischen Bad Bayersoien und Rottenbuch, Isunisca/Isinisca in Isen.
Also, gemäß der quellenkonformen Streckenanalyse Bauers sind Murnau für Coveliacas und Groß-Helfendorf als widerlegt anzusehen.
Ansichtssache von jemand der nie wirklich daran gearbeitet bzw. geforscht hat. Bauer (s.o.) hat es wenigstens versucht und ist leider gescheitert.Der Vergleich mit der onomastischen Datenlage zu TP und IA ist aber einer zwischen Äpfeln und Walnüssen.
Ansichtssache von jemand …. und s.o. Beispiel von bzgl. eklatanten Diskrepanzen.Mit "Meilenparametern" aus der TP zu arbeiten, ist alles andere als sauber.
Prozentual ausgedrückt: Innsbruck-Wilten nahe 100% gesichert, die andern um die 85%... Abodiaco in Epfach kann ich mir ersparen... Damit lässt sich arbeiten.Von diesen Orten ist doch allenfalls Innsbruck-Wilten gesichert. Die anderen sind auch nur Zuordnungen.
Stachelhecken um Burgen nahmen aber bereits im Spätmittelalter ab.Landwehren waren sogar noch bis ins 16. Jhdt. üblich.
Sie erkannten an den Blüten, dass die genannten Rosen-ähnlich sind. Die Einteilung in botanischen Familien kam natürlich erst später und ist hier off-topic.Biturigos ging es nicht darum, dass die Pflanzen bekannt waren, sondern darum, ob bekannt war, dass sie einer gemeinsamen botanischen Familie angehören.
Antwort s.o. Deine botanischen Erörterungen weichen vom eigentlichen Thema hier ab. Darauf auch noch einzugehen, fehlt mir jetzt echt die Zeit - bin leider noch kein Rentner.Brombeeren lateinisch rubus, Rosen sind den Römern bekannt, und tragen den Namen Rosa. Brombeeren gehören zur Familie Rubus, Rosen zu den der echten Rosen. Brombeeren tragen wechselständig angeordnete Blätter, Rosen sind meist fiederständig. Brombeeren sind Sammelsteinfrüchte, Hagebutten sind Sammelnussfrüchte. Das althochdeutsche Wort für Brombeere brāmberi hat sich aus dem Wort für Dornbuschbeere entwickelt, der Name Rose aus dem Latein. Die Rose der Rosengärten war eine Importpflanze aus dem Orient, die in Gärten gepflanzt wurden. Brombeeren wachsen auf jeder Lichtung, Offenland, Ackerrand und in jeder Hecke. Die Allerweltspflanze steht der mythologisch Göttinnen gewidmeten Blume der Liebe gegenüber. Der Duft von Rosen, ihr wertvolles Rosenöl, macht sie schon in der Antike zum wertvollen Statussymbol und Handelsprodukt.
Aus meiner Sicht haben Rosengärten mit Dornenhecken wenig bis nichts gemeinsam außer den Dornen (eigentlich Stacheln).
Ich habe nicht auf Cäsars Rosengärten verwiesen. Das warst schon du selbst. Wo sind Cäsars Rosengärten in Gallien denn? Wieder keine Antwort auf meine Frage nach der Textstelle! Beantworte doch einfach meine Frage!Sie erkannten an den Blüten, dass die genannten Rosen-ähnlich sind. Die Einteilung in botanischen Familien kam natürlich erst später und ist hier off-topic.
Antwort s.o. Deine botanischen Erörterungen weichen vom eigentlichen Thema hier ab. Darauf auch noch einzugehen, fehlt mir jetzt echt die Zeit - bin leider noch kein Rentner.
Wäre dann aber nicht mit dem zweiten Beitrag (dem von Sepiola) schon alle gesagt gewesen? Ich kann mir unter der Methode nicht wirklich etwas vorstellen, aber eine Diskussion ergibt eigentlich erst Sinn, wenn Ross und Reiter genannt worden sind. Bis dahin endet jeder Widerspruch im Einzelnen doch mit dem Verweis auf eine revolutionäre Untersuchung, die alle bisherigen Forschungsergebnisse verschiedener Disziplinen umzustürzen vermag, aber noch unter Verschluss bleiben muss?Der Fairness halber, nochmals sein Eingangsbeitrag....Hervorhebungen von mir.
Das war auch rein theoretisch gesprochen. Ich hätte gerne mehr Dokumente eingestellt, aber ich bin derzeit vier Wochen im Ausland unterwegs, habe wenig Zeit und bin noch nicht fündig.Danke, wie gesagt hier nur einige Auslassungen, die längst ergänzt werden konnten, aber kein einziges verdorbenes Zeichen, wie in den Raum gestellt.
Stopp. Das eine sind IA und TP - das andere die Schlacht von - hier zu Recht in Anführungszeichen gestellt "Epfach". Fredegar bietet uns keinen Ort für die Schlacht. Wenn es keine weiteren Quellen dazu gibt (Historiographie, Archäologie) ist die Zuordnung fragwürdig.Na also, "Epfach" ein seltsamer "Platzhalter" für eine Schlacht, die im Wesentlichen wo anders stattgefunden hat.
"Epfach" ein toponomastischer "Platzhalter" für Abodiaco, die nach den Primärquellenparametern (IA, TP) wo anders zu verorten ist.
Die Längenkoordinaten könntest du ja nur aus Ptolemaios nehmen, der bekanntermaßen ungenau ist und dessen Angaben in verschiedenen Überlieferungen zudem erheblich voneinander abweichen:Ausreichend zuverlässige Bezugspunkte und Streckenparameter aus den PQ auf die Topographie projiziert, kommst Du auf ein Ergebnis östlich des Lechs. Ich könnte anstelle "Lech" auch Längenkoordinaten heranziehen, wenn Dir das Wort "Lech" in diesem Kontext nicht gefällt.
Eben nicht bloß Ansichtssache.Ansichtssache von jemand der nie wirklich daran gearbeitet bzw. geforscht hat. Bauer (s.o.) hat es wenigstens versucht und ist leider gescheitert.
Ansichtssache von jemand …. und s.o. Beispiel von bzgl. eklatanten Diskrepanzen.
@Sternbach , das Thema ist wirklich ein Nebenthema. Ich habe freundlich nachgefragt, weil mich deine Quelle interessiert hat, und keine Antwort bekommen. Du hättest einfach sagen können, dass es eine Vermutung von dir ist, und nicht explizit im De Bello Gallico steht. Damit wäre dir kein Zacken aus der Krone gefallen (falls ich selbst einen Fehler entdecke, korrigiere ich mich selbst).Sie erkannten an den Blüten, dass die genannten Rosen-ähnlich sind. Die Einteilung in botanischen Familien kam natürlich erst später und ist hier off-topic.
Antwort s.o. Deine botanischen Erörterungen weichen vom eigentlichen Thema hier ab. Darauf auch noch einzugehen, fehlt mir jetzt echt die Zeit - bin leider noch kein Rentner.

Hier wäre eine Fehlertoleranzgrenze von 2–3 % angemessen.
Also ich kann mir aus dem bisher Gesagten schon einen Reim bilden, und wäre auch in der Lage zu ersten Ergebnissen und Schlüssen zu kommen… Ich wollte den Methodenteil extrahieren und hier hereinstellen. Sehe aber, dass auch das keinen Sinn macht, da die allermeisten nichts damit anfangen könnten. Es würde nur wieder um den heißen Brei herumgeredet werden. Die meisten wollen hier Ergebnisse geliefert bekommen, hauptsächlich über Abodiacum in Epfach (?). Das stellt in meinem Papier aber nur eine Nebensache dar. Es geht darin mehr um Gesamtzusammenhänge.Wäre dann aber nicht mit dem zweiten Beitrag (dem von Sepiola) schon alle gesagt gewesen? Ich kann mir unter der Methode nicht wirklich etwas vorstellen, aber eine Diskussion ergibt eigentlich erst Sinn, wenn Ross und Reiter genannt worden sind. Bis dahin endet jeder Widerspruch im Einzelnen doch mit dem Verweis auf eine revolutionäre Untersuchung, die alle bisherigen Forschungsergebnisse verschiedener Disziplinen umzustürzen vermag, aber noch unter Verschluss bleiben muss?
Entscheidend ist vorerst, dass dieser Zusammenhang konstruiert wurde. Eine erste seltsame fragwürdige Zuordnung zu Epfach. Vielleicht ist das nicht die einzige? Und vielleicht gibt es (zeitliche) Zusammenhänge? Aber wie gesagt, dieser Aspekt um Epfach wird in meinem Papier noch nicht vorrangig betrachtet. Dieser Untersuchungsbereich liegt noch zwischen Phase 2 und 3. In Phase 3-4 sind dann auch solche Fragestellungen von Bedeutung und ist Aufgabe der frühen Diplomatik um Epfach.Stopp. Das eine sind IA und TP - das andere die Schlacht von - hier zu Recht in Anführungszeichen gestellt "Epfach". Fredegar bietet uns keinen Ort für die Schlacht. Wenn es keine weiteren Quellen dazu gibt (Historiographie, Archäologie) ist die Zuordnung fragwürdig.
Nein, die von mir gemeinte moderne Topographie besitzt auch Koordinaten. Ich projiziere doch nicht in die Ptol. Geogr. hinein.Die Längenkoordinaten könntest du ja nur aus Ptolemaios nehmen, der bekanntermaßen ungenau ist und dessen Angaben in verschiedenen Überlieferungen zudem erheblich voneinander abweichen:
Ein solcher Streckenvergleich ist kein Beweis für Abodiacum in Epfach. Abodiacum kann auch auf der anderen Strecke liegen. Für Beweise benötigst du weitere Parameter. Außerdem überlässt man sowas nicht einfach der KI. Ich untersuche die möglichen historischen Streckenverläufe selber im Detail bis auf einen Maßstab von 1:1000, 50 m für 50 m genau. Die KI macht da häufig Fehler, die sich summieren können, bzw. wieder aufheben können, wie es ihr gerade gefällt. Damit gibst du die Kontrolle komplett an die KI ab, die für solche Arbeiten nicht konzipiert wurde. Bei der TP weiß man wenigstens, wo es hapert. Schon aufgefallen? s.u.Ob du die Strecke Über Epfach (Abodiacum) nach Verona nimmst (nach heutigen Streckenverläufen) oder Epfach auslässt, ist eigentlich fast wumpe.
Eben, es hapert hauptsächlich dort, wo ohnehin schon die Stationen und Streckenparameter bekannt sind. Also scheint man es dort nicht mehr so genau genommen zu haben. Auch im bekannten Augsburg ist ein ähnliches Phänomen von Auslassungen festzustellen. Wir wissen, dass die Qualität der TP heterogen ist und nur in einer Abschrift zur Verfügung steht. Außerdem ist die Streckenanalyse nicht dazu da, nach bekannten Stationen/Positionen zu suchen. Und ich habe den Untersuchungsbereich klar abgesteckt: Südrätien. Für andere Provinzen und Regionen fehlt mir die Zeit.Eben nicht bloß Ansichtssache.
Wir haben am Niederrhein ein paar schöne Beispiele für Städte, die eindeutig zuzuordenen sind, und wo in der TP die Streckenangaben komplett nicht passen.
Wie vielleicht bereits vernommen, beziehe ich mich nicht nur auf TP (und Ptol. G.), und Bauers Verortungsversuche sind nicht ad fontes, obwohl er vorgibt, dies zu tun. Eine rund 44%ige Abweichung in der erwähnten Strecke kann nicht mehr ad fontes sein. Also ist erwähnter Bauer auch keine genaue Quelle. In diesem Kontext zieht Sepiola "Bauers quellenkonforme Streckenanalyse" als Beweis heran: "Also, gemäß der quellenkonformen Streckenanalyse Bauers sind Murnau für Coveliacas und Groß-Helfendorf als widerlegt anzusehen." Was soll man bitte zu solchen Ansichten sagen?Also bitte, tu das nicht ab als "Ansichtssache von jemandem, der sich noch nicht damit beschäftigt hat." Es passt einfach nicht. Die TP ist keine genaue Quelle. Abgesehen davon ist das natürlich ein argumentum ad hominem und deine Formulierung gegenüber Sepiola kann man sogar als argumentum ad personam verstehen.
Ursprünglich wollte ich Forschern, die eventuell mit der genannten Problematik einmal zu tun hatten oder damit in Kontakt gekommen sind, einen Vorabeinblick in den Untersuchungsbericht bieten, nach Unterzeichnung einer entsprechenden Verschwiegenheitserklärung.Den Impuls, den linguistischen Befund kleinzureden, kann ich ja nachvollziehen, halte ihn aber - solange du uns deine eigentlichen Argumente, die du zu haben vorgibst, vorenthältst, für nichts weiter als eine pauschale Abwertung der linguistischen Forschung und derer die dir widersprechen als "(Deutsch-)Lehrer" (oh welche Katastrophe, es gibt hier womöglich Lehrer!)
Ich habe keine Mitglieder/Personen "herabwürdigt und als ein wenig zurückgeblieben dargestellt", sondern nur die Bedeutung ihrer Aussagen in einem bestimmten Kontext herabgestuft (z.B. Bauer als Beweis heranziehen s.o., oder die belanglose Kritik an der geläufigen Unterscheidung zwischen Haupt- und Nebenstrecken s.o. ). Hier kenne und beziehe ich mich nur auf Aussagen und nicht auf (mir) unbekannte Personen.Und es ist ja auch nicht der erste Beitrag in dem du Mitglieder herabwürdigst und als ein wenig zurückgeblieben darstellst.
Das wäre beispielsweise auch deine Projektion, die du mir vorwirft, ohne dass ich sie je tatsächlich dachte etc. Wie soll ich das bitte Nennen? Ich nehme so etwas einfach mit Humor, wie beispielsweise die Herabwürdigungsversuche Stilichos mir und den Streckenanalysen gegenüber.(oh welche Katastrophe, es gibt hier womöglich Lehrer!)
Ich nannte die Quelle dieses Nebenthemas im genannten Zusammenhang der mhd. Heldenepik. Die Blütenähnlichkeit zwischen Brombeer-Blüten und Heckenrose ist unbestreitbar und kein Fehler. Beide Pflanzen wurden für den Aufbau von Schutzhecken verwendet. Mir ging es vor allem um diese Verbindung, die für die mhd. Epiker wesentlich für die Rosengarten-Dichtung gewesen sein muss. Sie haben sich vermutlich kaum, um die näheren botanischen Zusammenhänge interessiert. Deshalb überfliege ich solche off-topic Bereiche und versuche diese baldigst zu beenden -@Sternbach , das Thema ist wirklich ein Nebenthema. Ich habe freundlich nachgefragt, weil mich deine Quelle interessiert hat, und keine Antwort bekommen. Du hättest einfach sagen können, dass es eine Vermutung von dir ist, und nicht explizit im De Bello Gallico steht. Damit wäre dir kein Zacken aus der Krone gefallen (falls ich selbst einen Fehler entdecke, korrigiere ich mich selbst).
Aus meiner Sicht haben Rosengärten mit Dornenhecken wenig bis nichts gemeinsam außer den Dornen (eigentlich Stacheln).
Ich würde mich freuen, wenn ich die missverstanden habe. Aber dasWenn du "Lehrer" als "Herabwürdigung" bewertest, dann ist das deine und nicht meine. Lehrer ist eher das Gegenteil. Scheinbar hast du in diesem Zusammenhang etwas missverstanden:
Offenbar habe ich mich doch im Forum geirrt. Dachte man könnte hier auch auf Althistoriker stoßen. Schließlich ist hier Römisches Reich der mit Abstand stärkste Bereich. Aber die meisten scheinen einen germanistischen Hintergrund zu haben (Lehrer…. ?).
"Epfach" ein toponomastischer "Platzhalter" für Abodiaco, die nach den Primärquellenparametern (IA, TP) wo anders zu verorten ist.
Weder die Methode, noch die Ergebnisse zu kennen, interpretierst Du etwas hinein… ist Haarspalterei.
Abodiacum=Epfach gehört zu den zuverlässigsten Bezugspunkten, die wir haben.Ausreichend zuverlässige Bezugspunkte
Die Römer verwendeten eigene Hodometer und ihre Messungen waren relativ systematisch. Nur weil vereinzelt Auslassungen vorkommen, die großteils ergänzt werden konnten, muss man nicht alles gleich verwerfen und disqualifizieren.
Denn Bauer liegt komplett daneben.
Zunächst einmal: Deine sprachlichen Ableitungen zu Abodiacum und Epfach haben hier niemanden überzeugt, die Erläuterungen von @Sepiola sind nicht im geringsten widerlegt.
Für den Bereich Römerzeit wünscht man sich eher Althistoriker, als Germanisten. Und die Anmerkung bezieht sich auf eine Art Gegensätzlichkeit von Lehre - Forschung, Lehrer - Forscher - hat also mit deiner Deutung nichts zu tun.liest sich eben so, als wären -insbesondere Deutsch- - Lehrer intellektuell nicht satifaktionsfähig. Ich gebe aber gerne zu, dass in diesem Falle eine Empfängerproblematik bestanden haben mag.
Ein Platzhalter. Im Original heißt der Titel anders.Meine Frage ist: Was, in aller Welt, ist Südrätien(?) ?
Willst Du den Streckenverlauf der Via Claudia oder den der Via Raetia diskutieren?
Informationen bietet die Fachliteratur, archäologische Topographie (z.B. Bayern-Atlas), Altstraßenforschung… der Rest sind topographische Streckenanalysen.Du sagst dass Du die Strecken 50m-genau untersuchst. Das ist sehr fleißig, aber dafür fehlt Dir das archäologische Substrat. Du müsstest dann ja eine lückenlose Befundanalyse im gesamten Streckenverlauf durchführen. Und die ist es ja nicht, Du verweist ja auf Deine ominöse und mit selbstverliehenen Superlativen gespickte alles umwerfende neue Methodik.
Dass ist Deine Meinung, die ich nicht teile. Neumarkt ist eine mittelalterliche Neugründung. Der vorrömische Ortsnamen bezieht sich auf das alte Siedlungssgebiet von Castelfeder. Neumarkt liegt 22 m.p. ab Tri, Castelfeder korrekt 24 m.p. ab Tri.Ich möchte auf etwas anderes hinweisen: Ich war vor 2 Jahren auf dem Hügel von Castelfeder, Provinz Bozen: Spätrömische Verteidigungsanlage, östlich verläuft die gut sichtbare und plausible Strecke einer hochwasser- und erdrutschfreien Römerstrasse. Ob jetzt Castelfeder oder das südlich etwas tiefer im Tal gelegene Neumarkt mit dem Ort Endidae identisch ist spielt keine Rolle:
Die Proportionen und Strecken stimmen.
Nein, Pons Drusi ist eine Station der VCA Richtung Reschen, also wird sie am Wahrscheinlichsten im Bereich Sigmundskron stationiert gewesen sein.Ähnliches gilt über Bozen / Pons drusi:
Da der Reisende von Trient nach Bozen auf dem östlichen, orographisch linken Ufer entlang zog (oder eher: halb am Hang, hochwasserfrei), wird Pons drusi östlich des Eisacks gelegen sein, also nur Straßenknotenpunkt.
Leider wieder falsch. Würde auch nicht mit den Streckenparametern übereinstimmen.Für jeden Südtiroler ist einsichtig, dass Sublavio / Sublabio / Sublavione / Sublabione nichts anderes als "unter Lajen" bedeutet (Lajen / Laione ladinisch), also unterhalb des Ortes in ca. 1.100 m Höhe. Ob das Waidbruck ist oder Kollmann, bleibt offen.
Das wird sich irgendwann zeigen.Du verwechselst etwas.
Diesen potentiellen Trugschluss teile ich nicht.Abodiacum=Epfach gehört zu den zuverlässigsten Bezugspunkten, die wir haben.
Ich weiß. Es müssen trotzdem keine falsche Zahlen sein. Vielleicht haben sie die genannten Stationen tatsächlich nach diesen Parametern ausgerichtet. Bei Neugründungen dürfte das kein Problem gewesen sein.Das muss auch Dir aufgefallen sein. Gerade Zahlen werden klar bevorzugt, unter den ungeraden sind die Fünfer-Angaben deutlich überrepräsentiert. Besonders beliebt im IA sind Meilenangaben, die durch 6 teilbar sind. Die Angabe "30 Meilen" ist um ein Vielfaches höher als die Angabe "29 Meilen" oder die Angabe "31 Meilen".
Dieser Hang zu "schönen", aber nicht unbedingt korrekten Zahlen ist auch in anderen Quellen zu beobachten.
Das hat zuletzt anders geklungen, oder irre ich mich? :Dass Bauer danebenliegt, ist mir schon klar, daher distanziere ich mich ja ausdrücklich von seinen Ergebnissen.
Bauers Streckenanalyse ist nicht quellenkonform.Also, gemäß der quellenkonformen Streckenanalyse Bauers sind Murnau für Coveliacas und Groß-Helfendorf als widerlegt anzusehen.
Nein. In Neumarkt gibt es eine römische Nekropole und massive römische Gebäudereste, die als römische Straßenstation betrachtet werden.Dass ist Deine Meinung, die ich nicht teile. Neumarkt ist eine mittelalterliche Neugründung. Der vorrömische Ortsnamen bezieht sich auf das alte Siedlungssgebiet von Castelfeder.
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