Wie entstand der aufrechte Gang?

Dieses Thema im Forum "Frühzeit des Menschen" wurde erstellt von BZwo, 8. Mai 2014.

  1. dekumatland

    dekumatland Aktives Mitglied

    eben! das Nilpferd pflegt ja ebenfalls vierbeinig zu Wasser und zu Lande zu agieren, es strebt (bislang) noch nicht nach dem aufrechten Gang :D
     
  2. BZwo

    BZwo Aktives Mitglied

    Da höchstwahrscheinlich auch unsere hominiden Vorfahren Allesfresser waren, kommen als Nahrung sicherlich Muscheln, Krebse, div. Wasserpflanzen und für die geschickteren unter den Wat-Affen evtl. auch Fische in Frage.

    Wie kommst Du überhaupt auf Brust- bis Halstiefe?
     
  3. dekumatland

    dekumatland Aktives Mitglied

    vielleicht weil beim waten oder kriechen in knöchel- bis knietiefem Wasser kein aufrechter Gang zwingend nötig ist? (allerlei Vierbeiner vierbeinen in flachem und schwimmen in tiefem Wasser)
     
  4. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Weil ich sonst den Vorteil der längeren Beine beim Waten nicht verstehe.

    Um an Muscheln und Krebse heranzukommen, sind eher längere Arme von Vorteil.
    Damit man sich nicht so tief bücken muss.
     
  5. BZwo

    BZwo Aktives Mitglied

    Gaaanz schlechtes Beispiel. Nilpferde waten eher selten im Flachwasser, sondern tauchen lieber gleich den ganzen Körper ins kühle Nass. Nachts gehen sie an Land und weiden diverses Grünzeug. Aufrecht gehen macht da sicher wenig Sinn, da sie sich zwecks Nahrungserwerbs dann die ganze Zeit bücken müssten. :p
     
  6. dekumatland

    dekumatland Aktives Mitglied

    die Tierwelt ist doch immer wieder verblüffend - wie bewerkstelligen die massigen Nilpferde eigentlich das Ganzkörpereintauchen im Flachwasser? ;):D:D
     
  7. BZwo

    BZwo Aktives Mitglied

    Hatte ich das nicht vorhin erst begründet?
    Und in meinem ersten Beitrag schrieb ich:

    Dann hängen aber auch die Arme die ganze Zeit im Wasser und die Haut wird schrumplig. Vielleicht stellt ja punktuelles Bücken, wenn man ein Krebstier o. ä. entdeckt hat, auch kein allzugroßes Problem dar.
     
  8. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    - was ist das Tragische an schrumpliger Haut?
    - wird die Haut an Beinen und Füßen nicht schrumplig?
    - ist das weniger tragisch?
     
    1 Person gefällt das.
  9. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Ja, oft sogar 10 cm lang.

    Das ist ja nur der Fall, wenn man im brust- bis halstiefen Wasser watet.

    Beimi Sammeln von Muscheln und Krebstieren pflegt sich der Homo sapiens so zu bewegen:
     

    Anhänge:

  10. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Hast du auch Fotos vom Homo erectus, antecessor oder heidelbergensis? :cool:
     
  11. Matze007

    Matze007 Aktives Mitglied

    Das ist richtig. Aber wenn eine solche Wasseraffinität vorliegt dass sogar der zweibeinige Gang daraus entsteht, verwundert dann doch ein in der Tierwelt herausragend lausiges Talent zum Schwimmen.
    Außer man argumentiert, dass das eine das andere begünstigt habe ("ich sauf ab, ob ich einfach mal den Kopf hebe ?");)
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Juni 2014
  12. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    Das ist kein Beweis. Das schon erwähnte Flusspferd lebt fast nur im Wasser und ist ein ganz miserabler Schwimmer. Es läuft fast nur im und unter Wasser am Grund entlang. An der Wasseroberfläche lässt es sich treiben und nutzt nur den Auftrieb seines fetthaltigen Körpers, aber echtes schwimmen ist das nicht.
     
  13. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    Weil ihnen die Finger, von der ständigen Zwickerei der Krebse wehtaten ?:pfeif:
     
  14. Arldwulf

    Arldwulf Aktives Mitglied

    Herausragend lausiges Talent?

    Menschen sind eigentlich durchaus unter den besten Schwimmern was "reine" Landlebewesen angeht. Welche nicht komplett ans Leben im Wasser, oder zumindest an eine halbaquatische Lebensweise angepasste Lebewesen sind denn besser?

    Rein von der Schwimmleistung her sind wir schon recht extrem - so sehr dass diese Frage eben aufkam. Mit einer Geschwindigkeit von fast 8 km/h im Wasser ist man beinahe auf einem Level mit Fischottern. (Die sind bei 12 km/h - aber eben auch unzweifelhaft an semi-aquatische Lebensweise angepasst)

    Die Watt-Affen Theorie wurde ursprünglich ja gestellt weil Menschen (ähnlich wie Robben oder Wale) ein Unterhautfettgewebe haben, und auch andere fürs Leben im und am Wasser vorteilhafte Eigenschaften.

    Die einzige Frage ist halt ob wir gut schwimmen können weil unser Körper sich daran angepasst hat, oder ob dies eine Präadaption ist, und sich diese Eigenschaften unabhängig vom Wasser so entwickelt haben und nur zufällig auch im Wasser nützlich sind. Dürfte aber schwer zu klären sein, gerade weil lange Beine halt vielerlei verschiedene Vorteile bieten.


    EDIT: Ein anderes Beispiel, mit vergleichbarer Schwimmleistung zum Menschen wäre der Eisbär, welcher ähnlich schnell und weit schwimmen und tauchen kann wie Menschen. Aber auch hier gilt...das ist natürlich ein bereits sehr stark ans Leben im und am Wasser angepasstes Tier. Reine Landlebewesen halten mit Menschen selten mit in dieser Disziplin.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Juni 2014
  15. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    Der Otter besitzt im Wasser eine Wendigkeit und kann blitzschnelle Richtungswechsel vornehmen. Davon kann selbst ein olympischer Schwimmer nur träumen. Die 8 Kmh sind auch nicht der Durchschnitt beim Menschen, sondern die von Leistungssportlern, bei denen auch ganz gern der Onkel Doktor nachhilft. Der Durchschnittsplanscher wird wohl kaum über 2 bis3 km weit in einer Stunde kommen .

    Zum Eisbär: Zitat Spiegel: "Forscher des Geologischen Dienstes der USA (USGS) berichten im Fachblatt "Polar Biology", dass der Bär 232 Stunden ohne Pause geschwommen ist - bei Wassertemperaturen von zwei bis sechs Grad.
    In diesen fast zehn Tagen legte das Weibchen im Spätsommer 2008 kaum vorstellbare 687 Kilometer zurück. Anschließend lief es noch einmal 1800 Kilometer über das Eis."
    Den Menschen möchte ich sehen, der fast 700 Km, ohne Pause und Hilfsmittel schwimmt. Als längste Strecke die ein Mensch ohne Hilfsmittel geschwommen ist gelten 108 Kilometer. Aber auch das ist nicht die menschliche Durchschnittsschwimmleistung.
    Eisbären müssen nicht lange tauchen können, da sie nicht im Meer sondern an Land jagen.
     
  16. Ingeborg

    Ingeborg Moderator Mitarbeiter

    Wohl eher weder - noch:

    Eisbär ? Wikipedia
     
  17. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    Was hast Du aus dem Wiki-Artikel anderes herausgelesen ? Natürlich ist das Eis kein richtiges Land aber sie sind, in der Regel bei der Jagd auf dem Trockenen.
    Auch wenn da steht, dass sie gelegentlich kleine Wale jagen, tun sie das nicht schwimmend, sondern lauern ihnen an Atemlöchern im Eis auf und versuchen sie herauszuziehen. Eisbären sind Landtiere, die gut schwimmen aber nicht richtig im Wasser jagen können.
     
  18. Ingeborg

    Ingeborg Moderator Mitarbeiter

    Ich hielt bislang Eis für gefrorenes Wasser und nicht für Land. Daß Eisbären auf dem Trockenen jagen, ist allerdings zutreffend - aber wohlgemerkt ist es nicht nur an Land trocken. Soweit mir bekannt ist, entstehen zb die 'Problemeisbären' in Kanada dadurch, daß die Herrschaften an Land eben nicht jagen, sondern in den eisfreien Zeiten vornehmlich auf Frost warten, damit sie sich endlich wieder ordentlich den Bauch vollschlagen können und wenn dies zu lange dauert & der Kohldampf zu groß wird, geht man auch schon mal in der nächsten Siedlung Mülltonnen plündern.
     
  19. Matze007

    Matze007 Aktives Mitglied

    Der Mensch kann ebenso wenig wie Schimpansen oder Gorillas von Natur aus schwimmen. Er muß es erlernen. Falls nicht, säuft er einfach ab wenn er ins Wasser fällt. Das unterscheidet ihn von den meisten anderen Säugetieren.
     
  20. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    Laut Wikipedia können Menschenaffen gar nicht schwimmen.
    Zitat:" Schimpansen und andere Menschenaffen gelten als unfähig zu schwimmen, und können in Zoos normalerweise auf Inseln umgeben von einem Wassergraben gehalten werden"
     

Diese Seite empfehlen