Meinst du jetzt Orte in der Germania Magna oder solche in der Superior und Inferior?Auch kann ich jetzt erklären, warum Orte in Germanien einen anderen Längenfehler haben als Orte in Gallien.
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Meinst du jetzt Orte in der Germania Magna oder solche in der Superior und Inferior?Auch kann ich jetzt erklären, warum Orte in Germanien einen anderen Längenfehler haben als Orte in Gallien.
Ja, diese ganzen Identifikationen sind Blödsinn. Da hat sich das Team um Lelgemann verrannt. Das ist auch genau der Grund, warum ich nachfrage. Wie will man die Längenfehler identifizieren, wenn es keine klar identifizierbaren Orte gibt? Da sind Zirkelschlüsse vorprogrammiert.Als Prof. Lelgemann dann meine Heimatstadt Bernburg als Luppia identifizierte, hatte ich eigentlich schon aufgegeben.
Links des Rheins haben die Römer nach der Eroberung die Orte neu vermessen. Sie haben die Sonne zur Bestimmung des Breitengrades benutzt.
Ich habe heute mal Massilia getestet.
Dabei sieht hier die Lage doch besser aus als in der Germania Magna. Die meisten der von Ptolemaios genannten Orte lassen sich zuordnen, von nicht wenigen ist die Lage archäologisch und inschriftlich einwandfrei gesichert. Zum Beispiel die auf der folgenden Karte markierten Städte:Das Noricum habe ich bis heute nicht entschlüsseln können.
Was genau wurde vermessen, und mit welchen Methoden?Von den Persern weiss man, dass sie ihr Gebiet genau vermessen haben.
Zu kalendarischen Zwecken, zur Berechnung von Sonnen- und Monfinsterinssen...Wenn die Griechen nicht ihre Orte vermessen haben, wozu brauchten sie dann die Mechanik von Antikythera?
Die angeblichen Münzfunde von den Azoren haben wir hier schon mehrfach diskutiert.Auch so ein Irrtum, denn auf den Azoren fand man nicht nur karthagische Münzen (könnte auch Fundverschleppung aus dem Mittelalter sein), man fand auch Steinbauwerke aus der Zeit vor der Besiedlung, die es ähnlich bei den Kelten gab und deren Funktion bisher unklar ist.
Wenn die Griechen nicht ihre Orte vermessen haben, wozu brauchten sie dann die Mechanik von Antikythera?
Das ist kein Gegensatz .... hat Ptolemaios weniger gerechnet, sondern eher zeichnerisch konstruiert.
Die angeblichen Münzfunde von den Azoren haben wir hier schon mehrfach diskutiert.
Sie sollen 1749 auf Corvo gemacht worden sein. Oder vielleicht in (Miranda do) Corvo? Das wäre auf der iberischen Halbinsel und dort gibt es immerhin antike Ruinen. Die einzige Erwähnung dieser Münzen und ihrer Fundumstände findet sich 29 Jahre später bei dem Portu-Schweden (oder Schwedo-Portugiesen) Johan Frans Podolyn 1778. Er will die Münzen 1761, also 17 Jahre zuvor, aber zwölf Jahre nach ihrer angeblichen Entdeckung auf den Azoren von Enrique Flórez in Madrid erhalten haben.
Das ist kein Gegensatz .
Denn es ist ja recht einfach durch Konstruktion etwa den Sinus eines Winkels zu bestimmen.
Ich selbst habe die Methode des Rechnens durch Konstruktion bis in das 21. Jahrhundertangewandt.
Die numerische Berechnung des Sinus, um beim Beispiel zu bleiben, glückte Taylor Anfang des 18. Jahrhunderts.
Es entstanden in der Folge numerische Tabellenbücher deren Zuverlässigkeit erst mit dem späteren Aufkommen von numerischer Rechenmaschinen gegeben war.
Es wird lange dauern bis eine fast beliebige Rechenkapazität entsteht, um die höchst mühsame Rechenarbeit soweit zu übernehmen, dass es nicht schlicht einfacher und auch weit schneller ist ein mathematisches Problem auf dem Zeichenbrett zu lösen.
Zurück zu Ptolemäus: Betrachtet man, welche Daten er genutzt haben kann, muss man sich mit der Geschichte dieser Völker befassen.
Um aber gefundene (See)-Wege für spätere Reisen wiederholbar zu machen, mussten genaue Daten her, die es möglich machten, die Daten von einem beliebigen Ort reproduzierbar zu machen. Dabei nutzten die Griechen den Polarstern. Sie nahmen aber den Fehler in Kauf, dass man ohne optische Hilfsmittel diesen Punkt am Nachthimmel nicht sehen konnte. Das wusste aber Ptolemäus nicht, folglich wurde sein Koordinatensystem schief.
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