Film"würdige" historische Ereignisse

Dieses Thema im Forum "Dokumentarfilme/Spielfilme" wurde erstellt von Jago, 31. Januar 2007.

  1. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Vielen Dank Rovere! :yes: Dann hätte der Thread für mich ja schon einen Nutzen gehabt, denn sowas erwarte ich ja als Resultat solcher Diskussion, sowas wie: "Halte mal, dazu gab es schon einen Film."
     
  2. askan

    askan Neues Mitglied

    Eine Verfilmung der Eroberungszüge oder eher unfreiwillige Entdeckungsreisen eines Coronado oder de la Vaca durch den präcolumianischen Südosten der USA wäre doch ein interessanter Abenteurfilm.
     
  3. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied

    Wie wäre es mit einer Verfilmung des Gottes Zeus? Im 300-Stil? Natürlich ab 18, bzw. Film wohl eher nur in Sexshops erhältlich... wegen all der Gewalt, Kannibalismus, Sodomie, usw...
    :rofl:
     
  4. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied

    Oh ja, ein Typ wie Frederico Fellini müßte die Regie übernehmen, aber ich habe noch ganz andere Gelüste. Ich hab vor Jahren mal eine gute italienische Literaturverfilmung von Bukowskis "Notes of a dirty old man" gesehen. Ich würde am liebsten selbst mal Regie führen und Burroughs "Naked Lunch" verfilmen. Martin Semmelrogge könnte "Old Ike" spielen und für die Titelrolle wüßte ich einen hervorragenden Nachwuchsliteraten.
     
  5. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied

  6. Gaius Marius

    Gaius Marius Neues Mitglied

    Ich reanimier mal diesen alten Schinken:

    Eine Verfilmung der Romane um den Bogenschützen Thomas von Hookton von Bernard Cornwell wäre toll!
    Mir fällt momentan auch kein anderer guter Film über den Hundertjährigen Krieg ein. (gibt es glaube ich auch nicht - nur ein paar Jeanne D`arc Filme behandeln das Thema:hmpf:). Dabei wäre das doch mal ein super Thema für einen Anti-Kriegsfilm. Und wenn man die Cornwell Bücher als Drehbuch umschreibt hat man schon eine brilliante Story (ich liebe die Bücher! :yes:). Und wären die Filme so historisch korrekt wie die Bücher hätten auch Mitglieder des Geschichtsforums wenig zu meckern. ;)

    Jetzt bräuchte man nur noch einen guten Regisseur (wie wärs mit Luc Besson?) ein paar gute Schauspieler (findet man auch noch) und ein Budget von mehreren hundert Millionen (jetzt wirds schwierig).
    Das Publikum auch für ein paar Stunden im Kinosessel zu behalten dürfte bei dem Stoff kein Problem darstellen.
     
  7. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Der Bau einer Kathedrale wäre für mich das grösste.
    Da würde ich mich sogar umsonst als Berater hinstellen.

    Die genauen Bauabschnitte zu filmen. Wahnsinn.

    Das Buch dazu gibts ja auch schon, von Ken Follet.
     
  8. Gaius Marius

    Gaius Marius Neues Mitglied

    Juhu! :yes:
    Am Set von "Der Bogenschütze" brauchen wir auch eine Kathedrale! :rofl:
    Wenn sich Bruce Willis (Will Skeat), Alexis Bledel (als Eleanor d`Evecque :love::p) und die anderen Schauspieler auch umsonst am Projekt beteiligen ist es gar nicht mehr so unwahrscheinlich dass der Film sagen wir so 2015 rauskommt. :D
     
  9. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Zwar nicht wirklich gut von der Ausstattung her, aber dafür mit sehr guten Schauspielern war "Henry V.", eine Verfilmung von Kenneth Branagh des Stoffes von Shakespeare. Im Prinzip spielte da fast so alles mit, was zu der Zeit in England als ernsthafte Darsteller Rang und Namen hatte: Kenneth Branagh selbst, Derec Jacobi, Brian Belssed (kennt man vielleicht aus "Viel Lärm um nichts", "Robin Hood - König der Diebe" und "Blackadder"), Ian Holm, Emma Thompson (extrem gut aufgelegt!), Christian Bale, Judi Dench (herrlich verunstaltet zur alten Schlampe), Robbie Coltrane... Viele, viele von denen sind eben primär aus dem Shakespearefach, aber da das Ganze auch eher als ein akribisch umgesetztes Theaterstück als als ein Spielfilm, wie man das so kennt, umgesetzt. Erstaunlicherweise gelingt es Kenneth Branagh, der Drehbuchautor, Regisseur und Hauptdarsteller in einer Person ist, dieses eher wegen der nationalistischen Töne heute in Dtl. z.B. selten gespieltes Stück, ganz anders in seiner Filmversion von 1989 aufzufassen. Letztlich läuft trotz der schallenden Reden von King Henry auch ein kritischer Unterton immer mit und wird auch schön herrausgearbeitet. Ich denke da an die ihren König anklagenden Reden des einen Söldners vor der Schlacht bei Azincourt ebenso wie der Chor der über das grausige Schlachtfeld marschierenden Engländer nach dem Gemetzel. Das alles rückt den Film in Richtung eines Antikriegsfilms.
    Jedenfalls ist er neben "Der Kaufmann von Venedig" (2004) meine liebste Shakespeare-Verfilmung.:)
     
  10. Legat

    Legat Aktives Mitglied

    Ich glaub den hab ich vor Jahren mal zufällig auf ARD gefunden.
     
  11. Fulcher

    Fulcher Aktives Mitglied

    - Seeschlacht von Salamis

    - Neuverfilmung von "I, Claudius and God": The Hollywood Reporter )

    - Varusschlacht (hab da sogar mal nen Filmplot geschrieben, inklusive Casting, aber is mir jetzt doch zu peinlich, das hier zu veröffentlichen :rotwerd: )

    - die beiden großen Aufstände der Juden gegen die Römer im ersten und zweiten Jahrhundert n.Chr.

    - Parallelbiographie mit dem byzantinischen Kaiser Herakleios und Mohammed, da beide praktisch zur selben Zeit gelebt haben

    - 1. Kreuzzug (vielleicht auch einer, der sich speziell mit den Judenprogromen im Rheinland beschäftigt)

    - Albigenserkreuzzug im 13. Jahrhunderts

    - biographisches zu Kaiser Ludwig dem Bayern

    - das Leben Albrecht Dürers

    - Erste Belagerung Wiens durch die Osmanen (offensichtlich eine wichtige Inspiration für "das Lieblingsbuch der Deutschen": Took Family - Tolkien Gateway )

    - Belagerung Maltas im Jahre 1565

    - Seeschlacht von Lepanto (Da Don Juan de Austria in Regensburg auf die Welt kam, könnte er von einem deutschen Schauspieler, z.B. Max von Thun, dargestellt werden)

    - Zweite Belagerung Wiens durch die Osmanen im Jahre 1683 (da gab's ja mal Gerüchte um Mel Gibson: Mel Gibson to play Polish King?! )

    - vielleicht n'Film über Nietzsche

    - Pennälerfilm mit dem kleinen Wittgenstein und dem kleinen Adolf in Linz ;)
    2007 September 02 Doctor Recommended

    - Aufstieg und Fall der Räterepublik in Bayern
     
  12. Cécile

    Cécile Neues Mitglied

    Ein Film über den Siebenjährigen Krieg könnte man wunderbar mit den Momoiren des Ulrich Bräker umsetzten.
    Der Typ war ein armer schweizer Bergbauernsohn, wurde von seinen Verwandten an einen preussischen Offizier als Diener verhökert und landete dann aber natürlich in der preussischen Armee, in der Schlacht von Lobowitz dessertiert er.
    Dieses Buch (ich hab bisher leider nur Auszüge gelesen) ist übrigens sehr lesenswert, es ist absolut krass, wie bisweilen eindringlich bisweilen lakonisch er die Brutalität in der Armee und in der Schlacht beschreibt.
    Was die fiktionale Literatur dieser Zeit angeht so MUSS doch irgendwann mal "Die galante Abenteuer des Chevalier de Faublas" verfilmt werden - eine bessere Vorlage kann sich Hollywood garnicht wünschen ;)
     
  13. AnDro

    AnDro Neues Mitglied

    Meine gelesen zu haben das dieses Buch nicht ganz glaubhaft ist.
    Geht doch nichts über Personenregister in Büchern:
    Jörg Muth, Flucht aus dem militärischen Alltag - Ursachen und individuelle Ausprägung der Desertion in der Armee Friedrich des Großen:
    Ein Antikriegsfilm im Siebenjährigen Krieg hätte was, Apocalypse Now in Deutschland. Vorallem mal aus der Perspektive des einzelnen und nicht nur Geballer wie in James Ryan. In Apocalypse Now wird eigentlich im Vergleich zu anderen Kriegsfilmen kaum gekämpft, aber trotzdem fand ich Szenen erschreckend grausam.
     
  14. Cécile

    Cécile Neues Mitglied

    Von mir aus, das lass ich gern so stehen. Allerdings glaube ich, dass kaum jemand der seine Memoiren schreibt sich an wirklich ALLES exakt erinnern kann, da wird bestimmt - vielleicht bisweilen auch unbewusst - bestimmt überall ziemlich viel fabuliert.
    Jedenfalls war er Zeitgenosse und solche Schriften sind mir tausendmal lieber als jeder "historische Roman" wie sie zu hunderten derzeit auf den Markt geworfen werden.

    Ausserdem wie wär's mit einem Film über Elisabeth Vigée-Lebrun? Ihr Leben hat ja auch viel zu bieten (sie war Hofmalerin Marie-Antoinettes und eine der bestbezahltesten Portraitistinnen ihrer Zeit, als eine der wenigen erkannte sie die Zeichen der Zeit und flüchtete bereits 1789, und schließlich im gesegneten Alter von 87 Jahren starb)
    Wo wir schon bei dieser Epoche sind: ein Film über Mirabeau wäre auch klasse.
     
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  15. Interessanter Thread.

    Ich denke, filmwürdig wäre auch die Zeit der slawischen Völkerwanderungen, ähnlich gemacht wie die Doku "Sturm über Europa". Meiner Meinung nach sind nämlich die Slawen zu sehr zum dasein als Mauerblümchenvolk verdammt, obwohl sie eine ebenso große Rolle in der Geschichte spielen wie die Germanen.
     
  16. jschmidt

    jschmidt Neues Mitglied

    Das hat Franz-Peter Wirth mit dem Fernsehfilm "Die Schlacht von Lobositz" getan (ARD 10.09.1968, Hauptrolle: Bruno Ganz), der etwa zu gleichen Teilen auf dem Theaterstück von Peter Hacks und auf Bräker beruhte.

    Erkenntnis, im Angesicht des Schlachtfeldes formuliert: "Wer schlimm stirbt, ist schlimm tot."
     
  17. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Wird der Film noch gelegentlich ausgestrahlt?

    Bruno Ganz scheint mir ja eine gute Besetzung dafür.:yes:
     
  18. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Weißt Du da, worauf sich die Kritik an Bräker genauer bezieht?

    Mir fiel nur die Unstimmigkeit auf, dass Bräker nicht die Kaptulation der Sachsen bei Pirna erlebt haben kann und dann bei Lobositz überlief.

    Zur Erklärung: Die Schlacht bei Lobositz war am 1. Oktober 1756. Feldmarschall Rutowski ergab sich aber erst am 16. Oktober nach einer Genehmigung durch seinen Kurfürsten und Herren Friedrich August I.. Also ist entweder Bräker nicht bei Lobositz sondern weniger dramatisch vielleicht später getürmt oder aber er hat sich die Aufgabe der Sachsen dazu ersonnen und da Erinnerungen mit Meldungen aus Gazetten, die er später las durcheinander gebracht. Oder es gibt noch weitere Erklärungsmöglichkeiten...

    Wenn gewünscht, kann man dazu auch einen eigenen Thread aufmachen, weil dieser hier doch eher ein Allgemeinplatz ist (also nichts gegen Allgemeinplätze...;) ).
     
  19. bakriHS

    bakriHS Neues Mitglied


    Selam Lynxx

    ich frage mich manchmal warum hollywood nicht mal eine verfilung über osmanen machen,warscheinlich weil sie ,sie bis jetzt immer noch als feinde des christentums sehen,über athetische völker wie maya und haufenweise chinesiche mittelalterfilme wird gedreht.

    Ich hätte eine frage bezüglich die filme die du hier aufgelistet hast
    z.b der film über ridley scott wo clive owen als fatih sultan mehmet spielt ist doch eher ein wunschfilm für dich oder gibt es den film schon längst?? ich habe nix gefunden unter google,wäre cool für paar links

    Die meisten filme über osmanen wo ich kenne sind aus den 70-80er jahren und ziemlich unhistorische verkleidung und darstellung:(

    Den aktuellsten wo osmanen noch im 21 jahrhundert mitspielen ist in dark-prince ( vlad draucla)
     
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  20. Rurik

    Rurik Aktives Mitglied

    Es wäre die Frage, welche Rolle die Osmanen in diesem Film spielen sollen. Aus westlichere Sicht gäbe es da wirklich wenig positives. Die Osmanen waren die Eroberer. Auch die Hunnen und Mongolen drangen zuvor in Richtung Europa. Sie waren keine Muslime. Als Kampf der Religionen würde ich es also nicht sehen.
     

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